Austausch zwischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus Niederschlesien und Niedersachsen

 
 

Gemeinsam mit 20 weiteren Mitgliedern des Niedersächsischen Landtages tagte er drei Tage gemeinsam mit zahlreichen seiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Sejmik von Niederschlesien. Auftakt war ein Besuch im Plenarsaal des Sejmiks im Gebäude der Selbstverwaltung der Wojewodschaft in Breslau.

 

Die Tagung selbst fand in Kreisau statt, wo sich 1943 der Kreis um Helmuth James von Moltke zusammengefunden hatte, um Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu organisieren und Pläne für ein freies, einiges und demokratisches Europa zu entwerfen. Im Jahr 1989 fand hier die Versöhnungsmesse zwischen Deutschland und Polen statt, die von dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem polnischen Ministerpräsidenten Tadeusz Mazowiecki besucht wurde. Die Gedenkstätte in Kreisau ist mittlerweile eine internationale Begegnungsstätte, die intensiv für den deutsch-polnischen Jugendaustausch genutzt wird.

„Es ist immer besser, miteinander zu sprechen als übereinander.“ Das hat die gemeinsame Arbeitstagung des Sejmiks von Niederschlesien und des Niedersächsischen Landtages für Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel, belegt: „Die persönliche Begegnung und das direkte Gespräch sind die wertvollste Quelle für das gegenseitige Verständnis. Der intensive Austausch an einem so geschichtsträchtigen Ort wie der deutsch-polnischen Jugendbegegnungsstätte in Kreisau hat uns viele Hintergründe erschlossen und manche Position unserer polnischen Partner erklärt,“ so Marco Brunotte.

Die Zukunft der verwirklichten Einheit Europas war Gegenstand der Arbeitstagung: In Vorträgen und Podiumsdiskussionen erörterten die Abgeordneten die Frage, wie auf die äußeren und inneren Bedrohungen reagiert werden kann. Dabei stellte sich heraus, dass der Themenkomplex Flucht und Migration sowie der Umgang mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine für die polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wohl wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang sind. Die Abgeordneten aus Niedersachsen konnten durch die lebhafte Diskussion mit ihren polnischen Kolleginnen und Kollegen, dem Politikwissenschaftler Adam Balcer, den niedersächsischen Europaabgeordneten Prof. Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl und Tiemo Wölken sowie den polnischen Wissenschaftlern Prof. Dr. Robert Grzeszczak und Prof. Dr. Ireneusz Paweł Karolewski Einblicke aus erster Hand gewinnen. Wenn es auch in vielen Punkten unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen gibt, so wurde doch sehr klar, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier beider Seiten das Ziel eines starken, einigen und freiheitlichen Europa teilen.

Marco Brunotte zieht nach den drei Tagen ein positives Fazit: „Der Austausch zwischen beiden Parlamenten hat zum gegenseitigen Verständnis beigetragen. Obwohl viele Aspekte unterschiedlich empfunden und bewertet werden, dienen solche Arbeitstagungen der Stärkung des Europäischen Gedankens.“ Der parlamentarische Austausch soll nach diesem Auftakt fortgeführt werden.

 

 

 

 


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