Dr. Silke Lesemann und Marco Brunotte besuchen AWO-Familienzentrum in Kaltenweide: „schöne Atmosphäre und vorbildliches Konzept“

25.04.2014 - AWO
 
 

„Tolle Einrichtung mit einer schönen Atmosphäre und einem vorbildlichen Konzept“: Begeistert zeigten sich die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und Dr. Silke Lesemann vom AWO-Familienzentrum „Sonnenblume“ in Kaltenweide, das die besucht haben. „Hier fühlt man sich sofort wohl“, sagte Lesemann.

 

Die beiden Abgeordneten wurden vom Langenhagener Bürgermeister Friedhelm Fischer und von Wolfgang Langrehr, Ortsbürgermeister in Kaltenweide, begleitet, herzlich empfangen wurden sie von Burkhard Teuber, dem Geschäftsführer der AWO-Region Hannover, und der Leiterin der Einrichtung, Barbara Stamm, die die Politiker durch die hellen Räume der „Sonnenblume“ führte.

102 Kinder werden in der Kindertagesstätte betreut, aber es gibt auch Mehrzweckräume, in denen neben Kunst- und Kulturveranstaltungen sogar Yoga-Kurse stattfinden. Auch für private Feiern sind die Räume tagsüber mietbar – „eine lebhafte Einrichtung“, sagt Stamm, die ihre Arbeit sichtlich gern macht. Aber es gebe auch Sorgen und Nöte. So sei der Personalschlüssel besonders im Krippenbereich nicht ausreichend; bisher betreuen zwei Mitarbeiter 15 Kleinkinder – laut Stamm müssten es drei sein. „Die Belastung ist sehr hoch“, sagt Stamm. Sie steige noch an, wenn Mitarbeiter beispielsweise durch Urlaub, Krankheit oder Schwangerschaft ausfallen. „Wir achten sehr auf ein mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld und fördern unsere Beschäftigten“, erklärte AWO-Chef Teuber. Allerdings hinke die Politik bei der Finanzierung der Kitas hinterher. Von der ursprünglich geplanten paritätischen Finanzierung zwischen Land und Kommunen blieben mittlerweile oft 70 Prozent an den Kommunen hängen.

Brunotte und Lesemann lobten die pädagogische Qualität der Einrichtung. „Früher hieß das Motto ‚Hauptsache, die Kinder sind satt und sauber’, heute sind die Anforderungen an die Erzieher weitaus höher, sie müssen viel mehr Bildungsarbeit leisten“, sagte Lesemann. Sie und Brunotte setzen sich seit Jahren für eine bessere Finanzierung der Kindertagesstätten ein. Lesemann kritisierte in diesem Zusammenhang das im Jahr 2006 eingeführte Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungsfinanzierung, was Mittelzuflüsse an das Land verhindere. „Jetzt sind auf Bundesebene lediglich 6 Milliarden Euro zur zusätzlichen Finanzierung aller Bildungsbereiche im Gespräch – das sind runtergerechnet nur 150 Millionen Euro für ganz Niedersachsen“, sagte Lesemann. „Es fehlt Geld an allen Ecken und Enden.“ Die angestrebte Stellenaufstockung um einen Erzieher pro Betreuungsgruppe würde allein für die Stadt Langenhagen zusätzliche Personalkosten von bis zu einer Million Euro bedeuten. „Das können die Träger und Kommunen nicht aufbringen“, sagte Brunotte. Und der Bedarf an Krippenplätzen sei ungebrochen – derzeit gibt es 27 Plätze in der „Sonnenblume“, und 180 Eltern stehen auf der Warteliste. Für Brunotte und Lesemann ist klar: „Die Politik muss handeln – der Bund muss mehr Geld zur Verfügung stellen“.

 
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